Radweg – PMR – Karten der Teilabschnitte

Die 51 km lange Route beginnt in Leipzig im Nordwesten vom Rosental am Elsterbecken. Sie führt über Taucha aus dem Endmoränengebiet der Parthenaue durch die landschaftlich reizvolle Umgebung von Naunhof bis in die kulturhistorisch interessante Stadt Grimma. Sie wird gesäumt von einer Reihe sehenswerter Bauwerke, vor allem Kirchen und Museen. Es ist eine Entdeckertour entlang alter Universitätsdörfer, durch sehenswerte Kleinstädte, herrliche Landschaftsparks und den Spuren der industriellen Entwicklung des 19. Und 20. Jahrhunderts. Der Radweg verläuft meist auf asphaltierten Straßen und weist einen nur geringen Höhenunterschied auf. Die Strecke kann somit bei jedem Wetter zurückgelegt werden und ist auch für weniger geübte Radfahrer zu empfehlen. Gastronomische Einrichtungen stehen in allen größeren Orten zur Verfügung. Der gesamte Verlauf ist ausgeschildert (und meist zusätzlich mit dem entsprechenden Symbol der Parthe-Mulde-Radroute versehen). Diese Route ist das Bindeglied zwischen dem Elster-Radweg im Leipziger Rosental und dem Muldentalradweg in Grimma.

 

1. Abschnitt von Leipzig nach Taucha (12 km)

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Vom Leipziger Rosental (Start ist am Heuweg am Elsterbecken) aus folgt man der Markierung durch die Leipziger City und dem modernisierten Hauptbahnhof mit seinen Bahnhofspasssagen in Richtung Nordosten und gelangt über einen kurzen Verlauf auf der Rohrteichstraße zum Mariannenpark. Der Parthe folgend erreicht man den (gegen Ende des 19. Jahrhunderts gestalteten) Schönefelder Schlosspark, in dessen Zentrum sich die 1604 errichtete Rittergutsanlage und das von 1871-76 neugebaute Schloss befindet.

Der Weg führt wieder hinab zum Partheufer und überquert die Vollbedingstraße (am Schönefelder Freibad vorbei) durch ein Teilstück der Partheaue zum Abtnaundorfer Park, welcher das im Stil der Neo-Renaissance neuerbaute Schloss umschließt. Weiter am Naturbad Bagger vorbei biegt man an der Kreuzung Tauchaer Straße rechts ab und fährt bis zur Ampelkreuzung Göteborger Straße, wo man linksabbiegend eine Überquerung der Parthe erreicht.

Im alten Dörfchen Plösen führt ab 2015 ein zusätzlicher Routenverlauf direkt an der Kirche Hohen Thekla. Hierfür folgt man nach dem Weg am Bagger der Lidicestraße, biegt links auf die Rostockerstraße und gleich wieder rechts in die Neutzscher Straße bergan ein. Bergab geht es dann An den Pferdnerkabeln bis zum ursprünglichen Verlauf.

Unterquert man dann im weiteren Verlauf die A14, gelangt man nach Plaußig, wo sich neben Rittergut, Pfarrhaus und Kirche auch die Naturschutzstation des Zweckverbandes Parthenaue befindet. In östlicher Richtung zwischen Waldkulisse und Endmoränenhügel verlässt man mit der Überquerung des Hasengrabens das Leipziger Stadtgebiet und gelangt von links dann in das Dorf Seegeritz. Am Dorfteich geht es dann nach rechts über die Brücke der Parthe und hinter der Bahnunterführung wieder scharf rechts unter die Bundesstraße 87 in die historische Altstadt Tauchas.

 

2. Abschnitt von Taucha nach Borsdorf (10km):

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Ursprünglich war die Stadt von einer Mauer umgeben, die heute fast verschwunden ist. Sehenswert ist die Stadtkirche St. Moritz, die beim Stadtbrand von 1768 zerstört und in den Jahren 1772-74 wieder aufgebaut wurde, sowie das im ehemaligen Brauhaus beherbergte Heimatmuseum. Ostwärts der Stadt in Richtung Dewitz steht eine Feldsteinkirche mit mächtigem Wehrturm noch aus der Spätromantik und eine weitere Kirche findet man auf dem Weg nach Sehlis, die Katharinenkirche. Der Berg in Panitzsch und die umliegenden Hügel sind Endmoränen, entstanden in der letzten Eiszeit (der Saale-Kaltzeit), zu denen die Panitzscher Bergkirche gehört. Weiter folgt man der B 6 in Richtung Borsdorf.

 

 

3. Abschnitt von Borsdorf nach Naunhof (12km):

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Der Weg führt weiter durch Wolfshain nach Beucha, welches zum einen bekannt ist für seine auf einem Felsen erbaute Wehrkirche und zum anderen durch den Abbau von Granitporphyr. Die meisten der alten Steinbrüche sind heute jedoch stillgelegt. Sie füllten sich mit Wasser und verwandelten so die Umgebung in eine reizvolle Seenlandschaft. Man verlässt Beucha in Richtung Albrechtshain, wo analog zur Parthe-Mulde-Radroute hier auch die Leipzig-Elbe-Radroute verläuft. Nach einem kurzen Blick in die St. Petri-Kirche folgt man der Straße über Eicha nach Erdmannshain. Dort lohnt sich ein Besuch der zur Radfahrerkirche geweihten Dorfkirche und dem Kloster Eicha bevor es weiter den Weg nach Naunhof geht.

 

4. Abschnitt von Naunhof nach Pomßen (7km):

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Sehenswürdigkeiten von Naunhof sind die spätgotische Stadtkirche, die Heimatstube und das Turmuhrenmuseum, doch auch das Schloss Ammelshain oder die Bockwindmühle in Fuchshain sind nicht weit von Naunhof entfernt. Folgt man der Route parallel zur Straße über Grimma nach Lindhardt, lädt am Ortseingang ein Rastplatz zu einer kleinen Pause ein. Der Radweg kreuzt die Straße und biegt links hinter einer Reihe von Gärten ein. Am Waldrand rechts führt der Weg nach Pomßen.

 

5. Abschnitt von Pomßen nach Grimma (10km):

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Pomßen besitzt eine spätromantische Kirche mit der ältesten spielbaren Orgel Sachsens und ein Schloss direkt neben dem Dorfzentrum. Kurz hinter der Parthebrücke am Ortseingang von Pomßen biegt man rechts ab und fährt oberhalb des Mühlenteiches zum vorletzten Reiseziel Grethen. Vor dem Ort mündet der Radweg wieder auf die Landstraße. Am Kirchteich vorbei fährt man links in Richtung Beiersdorf und biegt rechts ab von der Straße in Richtung Campingplatz.

Auf dem Marktplatz von Grimma, einer alte Kreisstadt am Ufer der Mulde, zieht die prächtige Renaissancefassade des Historischen Rathauses sofort den Blick auf sich. Seine Vorgängerbauten – ursprünglich aus dem ausgehenden 13. Jh. – wurden durch Brände zerstört. Auf der Ostseite blieb der Fachwerkgiebel von 1441 erhalten. Das Rathaus wurde 1995 – 2000 umfassend restauriert und beherbergt heute eine Galerie.

Vom Mulden-Uferweg aus erschließen sich weitere Sehenswürdigkeiten wie die Gattersburg oberhalb der Hängebrücke, die Stadtmauer, das imposante Gymnasium St. Augustin, die Pöppelmannbrücke, die Klosterruine Nimbschen und das Kreismuseum.