Stadt-Land-Kunst

Parthenaue - Park, Natur und Kunst erleben

ParkNetzwerk Parthe
Im Jahre 2007 begann mit Unterstützung von Fördermitteln der Europäischen Union ein Projekt zur Wiederherstellung und Aufwertung, zum touristischen Marketing und zur Vernetzung der Aktivitäten für die Parkanlagen im Leipziger Nordosten, Plaußig, Taucha und Borsdorf. Vorausgegangen waren Planungen und Entwicklungskonzepte für fünf der derzeit acht Anlagen. Mit Fördermitteln, kommunalen und bürgerschaftlichen Engagement wurden bereits 2007 erste Umsetzungsmaßnahmen in Angriff genommen, die 2008 ihre Fortsetzung fanden. Ein erstes öffentliches Parkpflegeseminar 2007 im Abtnaundorfer Park konnte als Erfolg gewertet werden. Ein zweites fand in der Borsdorfer Parkanlage statt. Der Erfolgsfaktor für dieses Projekt war nicht allein der Wille und das Engagement der Kommunen, es brauchte besonders die aktive Unterstützung der in der Region lebenden Menschen und tätigen Handwerksbetriebe und Unternehmen. Dieses komplexe Thema war eingebettet in das Projekt „Stadt-Land-Kunst“,dass bereits nach kurzer Zeit durch eine Reihe von engagierten Akteuren aus Kommunen, Kunst, Wirtschaft und Politik getragen wurde. Als Gesamtwerk bildete es die Chance das Besondere und die Einmaligkeit dieses Landschaftsraums für die Menschen und Besucher der Region wiederzubeleben und erfahrbar zu machen.

Das Parthegebiet im Nordosten und Osten von Leipzig ist das letzte Flusseinzugsgebiet, das durch den Braunkohleabbau nicht grundlegend verändert worden ist. Landschaftsbild und Parthenaue sind zwar durch die Entwicklungen der letzten 20 Jahre nachhaltigen Umgestaltungsprozessen unterworfen worden, jedoch ist dieser Raum in einem relativ intakten Zustand, der eine Wieder-Inwertsetzung ermöglicht und rechtfertigt. Ziel war und ist es, die einstige Anziehungskraft der Parthenaue wieder herzustellen und damit dem Wunsch der Naherholungssuchenden und Anwohner auf Erholung in einer erlebnis- und abwechslungsreichen Landschaft wieder gerecht zu werden. Den kulturhistorisch wertvollen Landschaftsparks der Parthenaue kommt dabei immer noch eine tragende Rolle zu.


„KunstParcours“
Entlang der Parthe reiht sich eine spannungsvolle Abfolge unterschiedlicher Landschaften und mehrerer Parks.
Weite, ländliche Strecken im oberen Lauf der Parthe wechseln mit gedrängten, städtischen oder auch industriell überprägten Passagen.
Die Parthe könnte somit in der alltäglichen Lebenswelt sehr präsent sein.
Dennoch scheint diesem Landschafts- und Erholungsraum nicht die Bedeutung zugeschrieben, die ihm erwachsen könnte und die er in früheren Zeiten traditionell inne hatte.
Die Projekte „KunstParcours und ParkNetzwerk Parthe“ hatten mit bleibenden und auch vergänglichen Kunstwerken, mit Veranstaltungen und mit Bürger einbeziehenden Kunstaktionen für die Parthenaue und ihre Parks ein verbindendes, unverwechselbares Erscheinungsbild gezeichnet. Ein Beispiel hierfür ist das Internationale Skulpturensymposium der Stadt Taucha und des Bundes Bildender Künstler Leipzig e.V. im August 2008 im Tauchaer Schlosshof.
Die Kunst, die Natur und die Gesellschaft waren hierbei die drei wesentlichen Mitspieler. Somit richtete sich das Projekt zuerst an die in Nachbarschaft zur Parthe lebenden Menschen und hat diese für eine offene, auch fragende Begegnung mit zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum gewonnen.
Mit einer VIP-Tour im April 2007, für Vertreter aus Stadtpolitik, Verwaltung, Kultur und Wirtschaft, einem öffentlich veranstalteten Parkpflegeseminar und Kunstworkshop sowie mit einer öffentlichen Spaziergangsveranstaltung gemeinsam mit den spanischen Projektpartnern im Juni trat das Projekt 2007 erstmals breit an die Öffentlichkeit und wurde 2008 weitergeführt.

 

Die 21 Kunstobjekte in der Übersicht: